Sind die meisten fMRT-Gehirn-Bildgebungsstudien fehlerhaft?

Funktionelle Magnetresonanztomographie gibt es seit 25 Jahren.
Im vergangenen Jahr (2016) wurde ein wissenschaftlicher Artikel veröffentlicht, der erklärte, dass etwa 40.000 veröffentlichte Neuroimaging Arbeiten fehlerhaft seien. Dieser Artikel, der in der renommierten Zeitschrift PNAS veröffentlicht wurde, hat die Autoren und dieses Thema plötzlich in den Fokus gerückt.
Die meisten Medienberichterstattungen verkürzten drastisch ihre Kernbotschaft und erklärten nur, dass fMRT falsche Ergebnisse produzieren würden und dass eine Analysesoftware einen Bug enthielt. Wissenschaftliche Kollegen kritisierten die weitreichenden Aussagen der drei Autoren vehement.
Aber was stimmt denn eigentlich? Müssen wir uns hier mit einem Konkurs einer ganzen wissenschaftlichen Branche beschäftigen?

Also, wie viele Studien sind betroffen? Die Zahl wurde von den Autoren von 40.000 auf 3.500 Studien korrigiert, die möglicherweise keine geeigneten, d. h. zu nachsichtige statistischen Korrekturmethoden verwendet haben.
In dieser Episode werde ich nicht nur mit einem Experten, sondern mit vier Neurowissenschaftlern über dieses Thema sprechen:

John Dylan Haynes ist Professor am Bernstein Center für Computational Neuroscience in Berlin und Direktor des Berliner Center for Advanced Neuroimaging.
Er ist besonders bekannt durch seine Arbeit zum freien Willen. Für diese Arbeit verwendete er neue Methoden, die wiederkehrende Muster in der Hirnaktivierung identifizieren und klassifizieren, die dann Rückschlüsse auf die zugrunde liegenden subjektiven Prozesse nur mittels fMRT-Daten zulassen.
Rainer Goebel ist Professor für Kognitive Neurowissenschaften an der Universität Maastricht in den Niederlanden und Entwickler der kommerziellen Software BrainVoyager. Sein Forschungsgebiet umfasst die Bereiche Hochfeld-MRT und Neurofeedback.
Ich bin sehr erfreut Als dritten Gast einen der Autoren dieses berüchtigten Papers zu interviewen.
Tom Nichols ist Professor in Coventry in der Abteilung für Statistik (University of Warwick), sowie Senior Research Fellow am Alan Turing Institute. Er hat zahlreiche Arbeiten insbesondere über statistische Verfahren in der Bildgebung veröffentlicht.
Diese Interviews werden abgerundet von Dina Wittfoth, Leiterin der fMRT-Einheit am Institut für Neuroradiologie der Hannover Medical School. Ihre Forschungsarbeiten umfassen die neuronalen und verhaltensbezogenen Korrelationen der Emotionsregulation. Sie liebt es zu Lehren und bietet Workshops für die Datenanalyse in der Bildgebung an, die neue hochschuldidaktische Konzepte nutzen.

In diesen Interviews werden Sie die Ansichten der neurowissenschaftlichen Experten zu den Vorwürfen hören, dass die meisten fMRT-Studien fehlerhaft seien.

Dies ist eine Episode auf Englisch!

Bitte schauen Sie hier, um zu den Shownotes zu gelangen!